Skinheads am Mountains of Death 2003

Am zweiten Tag des Mountains of Death Openairs 2003 kam es beinahe zum rechtsextremen Super-GAU. Ungefähr acht (es waren die meiste Zeit acht, anfangs weniger, später mehr) Personen, die eindeutig als Rechtsextreme zu erkennen waren und offenbar den Hammerskins angehörten, schafften es mit Pöbeleien und Provokationen beinahe, eine Massenschlägerei zu provozieren. Eine junge Frau landete mit ausgerenkter Kniescheibe im Spital, die Stimmung war ruiniert und der Vorfall war wochenlang Thema Nummer eins in der schweizer DM-Szene. Hier eine kurze Zusammenfassung der Ereignisse.

Schon am Nachmittag sorgte die Anwesenheit der Skinheads für einiges Murren unter den normalen Festivalbesuchern. Insbesondere, dass ihnen offensichtlich erlaubt wurde, einen Stand aufzustellen und dort eindeutige Nazi-CD's zu verkaufen, konnte niemand so recht verstehen. Der Stand wurde denn auch später auf Geheiss des Veranstalters wieder entfernt, die Skinheads durften aber bleiben.

Nach Mitternacht, wohl auch wegen des gestiegenen Alkoholpegels, fielen die Skinheads immer mehr durch ihr Verhalten im Festzelt auf, stellten sich unter anderem auf die Bänke und zeigten den Hitlergruss. Nachdem ein Skinhead und ein Metaller wegen des Hammerskin-Shirts des Skinheads aneinandergerieten, kam es zu einem ersten Handgemenge, bei dem die Freundin des Metallers unglücklich stürzte und sich die Kniescheibe ausrenkte. Diverse anwesende Metaller gingen sofort dazwischen und verhinderten eine Schlägerei. Trotzdem kam es kurz darauf zum zweiten Mal fast zu einer Schlägerei. Tische und Bänke flogen um. Nun ging der Veranstalter dazwischen und sagte den Skinheads, sie müssten gehen. Diese drohten aber damit, mit 60 weiteren Hammerskins wiederzukommen und alles zusammenzuschlagen. Bald trafen auch einige weitere Skins ein, die offensichtlich von ihren Kumpanen per Handy dazugerufen worden waren. Die vom Veranstalter herbeigerufene Polizei nahm lediglich die Personalien der Skins auf und war sonst der Ansicht, man könne nichts unternehmen.

Also blieben die Skins. Irgendwann war es schlicht so spät, dass sich die meisten Anwesenden schlafen legten, einschliesslich der Skinheads, und der Spuk war damit vorbei.