Skinheads am Mountains of Death 2003
Kommentar des Webmasters

Zuerst der übliche Disclaimer. Dieser Kommentar gibt lediglich die persönliche Meinung des Webmasters, Mike Meier, wieder. Die Mitglieder von MAR müssen diese Meinung nicht unbedingt teilen.

Ich will mich nicht hinstellen und schadenfroh "Ich hab's ja gesagt" kichern, dazu ist das Ganze viel zu ernst. Aber es ist nunmal so - viele haben lange davor gewarnt, dass sich die Metalszene zuwenig deutlich vom Rechtsextremismus distanziert, und nun haben wir den Salat. Diese Skins sind nicht nur zum Pöbeln ans MOD gekommen, sonst hätten sie ihren CD-Stand nicht aufgestellt. Die wollten dort CD's verkaufen, weil sie der Meinung waren, dass sie damit auf offene Ohren stossen. Und offenbar haben sie ja auch was verkauft.

Dies zur grossen Frage, wie das nur passieren konnte. Dieses Problem haben wir uns selber eingebrockt. Die Frage, wer denn nun im Einzelnen daran schuld ist, halte ich aber für völlig müssig. Die grosse Mehrheit der schweizer Metalszene ist entsetzt über das Vorgefallene, und wir sind uns einig, dass so etwas nie wieder passieren darf. Das ist das einzig wirklich Wichtige.

Gefragt sind vor allem die Konzertveranstalter. Es braucht auf ALLEN Flyern ein eindeutiges Zeichen, dass rechtes Gesindel gar nicht erst reingelassen wird (ob nun das MAR-Banner oder sonst etwas, ist völlig egal), und sollten diese Gestalten doch auftauchen, müssen sie auch sofort wieder heimgeschickt werden. Das braucht etwas Mut, aber was die Alternative dazu ist, haben wir am MOD gesehen.

Was das Mountains of Death angeht, so dürfte aus dem Interview mit Reto eindeutig hervorgehen, dass er ebenfalls weiss, dass so etwas nicht mehr passieren darf und auch bereit ist, die entsprechenden Massnahmen zu ergreifen. Es war ganz klar ein Fehler, diese Skins nicht sofort wieder rauszuwerfen, aber wir machen alle Fehler, und deswegen das Mountains of Death zu boykottieren, bringt niemandem etwas. Die schweizer Szene braucht dieses Festival. Ich werde jedenfalls nächstes Jahr wieder hingehen und gehe davon aus, dass das eine einmalige Panne war.